14. August 2026
Jetzt reinhören
Fast 3.500 Kilometer, zwei Kinder im Auto, ein Traum von Disneyland – und ganz nebenbei eine der abwechslungsreichsten Reisen, die Jasmin je gemacht hat. Frankreich, sagt sie, kann man eigentlich nicht sagen. Man muss von der Region sprechen. Und in dieser Folge nimmt sie Katrin gleich durch mehrere davon.
Los geht es in Mühlhausen im Elsass, wo Fachwerkhäuser auf Flammkuchen treffen und zwei Kulturen so selbstverständlich aufeinandertreffen, dass man gar nicht mehr genau sagen kann, wo Deutschland aufhört und Frankreich anfängt. Weiter geht es in die Auvergne rund um Clermont-Ferrand – eine Region, die die meisten nicht mit Frankreich verbinden: grüne Hügel, Vulkankrater, und mittendrin eine Zahnradbahn hoch auf den Puy de Dôme. Oben wartet ein fast 2.000 Jahre alter römischer Tempel, Gleitschirmflieger und ein Blick über 80 erloschene Vulkane bis zum Horizont.
Dann sechs Stunden und zwanzig Minuten mit zwei Kindern bis ans Meer. Die Île d'Oléron, Frankreichs zweitgrößte Insel, ist mit einer Brücke erreichbar – kein Fährenstress – und hat Sandstrände, große Krebse im seichten Wasser und einen Campingplatz, der sich anfühlt wie ein Familienhotel: 50 Euro die Nacht für vier Personen inklusive Rutschen, Wasserspielplatz und Hüpfburg. Und vor der Küste: das legendäre Fort Boyard, das bei so manchem Kindheitserinnerungen weckt.
Das Loiretal wartet mit Schloss Chambord auf – 440 Zimmer, eine doppelte Wendeltreppe, die Leonardo da Vinci zugeschrieben wird, und ein Waldgebiet mit 5.000 Hektar drumherum. Man geht rein und denkt: Wer hat denn hier gewohnt? Wie viele Familien?
Dann das eigentliche Ziel der Reise. 800 Euro Eintritt für vier Personen, nur Eintritt. Eine virtuelle Warteschlange, die um 9:45 Uhr öffnet und nach 30 Sekunden voll ist. Wer Kinder dabei hat, die glühende Frozen-Fans sind, versteht warum man dafür aufsteht. Und wer dann im Schloss von Arendelle vor Elsa und Anna steht und in die leuchtenden Kinderaugen schaut, der vergisst an dem Moment die Fotos zu machen.
Auf dem Heimweg: Genf mit dem Sissi-Denkmal und Cousins mit Seeblick, Zürich mit dem FIFA-Museum – und Hotelpreisen, bei denen man zweimal hinschaut – und ein letzter Abend am Bodensee mit dem letzten Sonnenuntergang der Reise. Mäuseohren noch drauf, versteht sich.